SKIN & SCIENCE
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Intensive Versorgung

Reife Haut benötigt eine besondere Pflege – durchaus auch mit Naturkosmetik. Hier gibt es viele wertvolle und reichhaltige Produkte, welche die anspruchsvolle Körperhülle von Best Agern nähren und bei der Regeneration unterstützen.

Veröffentlicht am 28.05.2021

Die Spuren eines gelebten Lebens sollte man ruhig auf der Haut erkennen. Wir dürfen natürlich altern und uns trotzdem jung fühlen. Doch was passiert mit den Jahren in der Haut - und was können wir tun, um uns eine feine, möglichst glatte und gesunde Haut zu erhalten? Alle Vorgänge in der Haut werden mit zunehmendem Alter langsamer und träger. Die Haut wird dünner und trockener und braucht mehr und mehr Pflege. Daher muss die Epidermis mit viel Feuchtigkeit und Lipiden genährt werden, damit sie stabil und zart bleibt. Es gilt das Bindegewebe zu stärken, um die Elastizität der Haut zu erhalten und Hautprozesse zu aktivieren. Mit 30 ist die Haut zumeist noch gesund und straff. Wir sehen ihr nicht an, dass sie unter Umwelteinflüssen leidet und von freien Radikalen geschädigt wird. Da die Talgproduktion mit zunehmendem Alter nachlässt, wird die Haut nun aber schon trockener. Mit pflanzlichen Ölen und Aloe vera-Gel können wir sie vorbeugend und unterstützend pflegen. Ab 40 sieht man schon Fältchen und Linien im Gesicht. Die Zellaktivität, aber auch das Feuchtigkeitsbindevermögen lässt nach. Couperose und Pigmentveränderungen zeigen sich vermehrt. Eine vitalisierende und straffende Pflege, z. B. mit pflanzlichem Hyaluron, Sanddornfruchtfleisch-Öl, Rosen- und Rosmarinextrakt, kann hier Abhilfe schaffen.

 

Gegen den Elastizitätsverlust

Über 50 ist es dringend notwendig, der Haut Feuchtigkeit zuzuführen, sanft mit ihr umzugehen, sie zu festigen und aufzubauen. Auswirkungen auf die Haut hat in dieser Phase auch der sinkende Östrogenspiegel der Frau. Die Talgproduktion verringert sich deutlich, die Haut wird weniger gut durchblutet, der Zellstoffwechsel wird langsamer und die Hautschutzbarriere dünner. Dies hat zur Folge, dass die Haut empfindlicher wird und Wunden langsamer heilen. Durch zunehmend instabile Gefässe weitet sich die Couperose aus, zudem verliert die Haut deutlich an Elastizität. Das fällt vor allem am Hals und rund um die Augenpartie auf. Jetzt ist eine Pflege nötig, die auf die veränderten Bedürfnisse von Haut und Körper in den Wechseljahren eingeht. Eine irritierte Haut braucht beruhigende Cremes und Masken. Trockene Haut benötigt feuchtigkeits- und lipidhaltige Produkte und dünne Haut verlangt nach Schutz. Durch Schlafstörungen kann die Haut matt und fahl erscheinen. Dunkle Augenringe und Tränensäcke sowie hängende Augenlider verstärken den müden Eindruck. Hier helfen Gesichtsmassagen, zudem begünstigt eine abschwellende Augenpflege «strahlende Augenblicke» am Morgen. Gegen Hitzewallungen helfen Naturprodukte, wie Muskatellersalbei, Rotklee, Körper- und Hitzewallungs-Sprays.

 

Das Hautbild verbessern

Shea- und Kakaobutter können altersbedingte Hautschäden lindern. Vitamine, täglich angewendete Seren mit pflanzlichem Hyaluron und gesunde Fette regen den Zellstoffwechsel an. Auch an die Füsse sollte man denken, denn trockene, aufgerissene Fersen und Fusssohlen erfordern ebenfalls eine reichhaltige Pflege. Mit 60 verringert sich die Anzahl der Talgdrüsen deutlich. Die Haut spannt schnell und kann jucken. Sie ist empfindlich und brennt unter Umständen. Pigmentveränderungen und sogenannte Altersflecken werden deutlich sichtbar, Lachfalten vertiefen sich und die Konturen erschlaffen. Die natürliche Hautalterung ist nicht mehr aufzuhalten. Hauptthema ist jetzt die sanfte, lipidreiche Regenerationspflege. Rohstoffe mit gutem Feuchtigkeitsbindevermögen wie pflanzliches Hyaluron und Jojobaöl sollten täglich ein- bis zweimal genutzt werden. Es gilt den Zellstoffwechsel auch weiterhin, so gut es geht, zu aktivieren. Die Naturkosmetik bietet unterschiedliche Produkte, die sehr gut zur Pflege der reifen Haut geeignet sind. Hierzu zählen basische Pflegeprodukte, die gegen die Übersäuerung und die damit verbundenen Hautprobleme konzipiert wurden. Diese unterstützen die natürlichen Hautfunktionen, stärken den Hautschutzmantel und bauen Säuren ab. Menschen mit problematischer Haut können durch eine basische Pflege oftmals ihr Hautbild deutlich verbessern.

 

Wertvolle Öle

Zuträglich für eine schöne, strahlende Haut sind naturreine ätherische Öle, Pflanzenöle und -wässer. Ätherische Öle sind flüchtige, leicht verdampfende und stark duftende, fettlösliche Extrakte aus Pflanzenteilen. Im Wasser lösen sie sich mithilfe eines Emulgators wie Sahne, Salz oder Alkohol. Ätherische Öle wirken antiviral, antibakteriell und teilweise antimykotisch. Generell gilt, dass ätherische Öle kleine Power-Tropfen sind und deshalb die Dosierung immer sehr niedrig gehalten werden sollte. Mit ihrer Hilfe ist eine sanfte und effektive Pflege für schöne und gesunde Haut möglich. Ätherische Öle stecken voller verschiedener Inhaltsstoffe, sind also Vielstoffgemische, die durch ihren Synergie-Effekt wahre Anti-Aging-Wunder auf der Haut vollbringen können. Sie aktivieren oder beruhigen die Haut – je nachdem, welche Bedürfnisse diese gerade hat. Einige ätherische Öle wirken zudem hormonregulierend und verbessern das Wohlbefinden der Best Agerin. In kaltgepresste Pflanzenöle gemischt oder teilweise auch pur angewendet sind naturreine ätherische Öle bereits zehn Minuten nach dem Auftragen in der Blut- und Lymphbahn nachweisbar. Das macht sie so wertvoll für Kosmetikprodukte. Die Öle wirken nicht nur positiv auf die Haut, sondern auch auf die Seele. Der Duft geht über die Nase direkt ins limbische System, das für unsere Gefühlswelt verantwortlich ist. Besonders hochwertig sind Pflegeprodukte, die Jasmin, Lavendel, Rose oder Rosengeranie bzw. Rosen- und Sandelholz enthalten. Wer Pflanzenöle und ätherische Öle selbst mischen möchte, benötigt auf 30 Milliliter Pflanzenöl nur etwa sechs bis acht Tropfen der kostbaren ätherischen Öle, denn ihre Wirkkraft ist erstaunlich gross. Pflanzenöle können auch mit Ton- und Heilerden vermengt werden. Zusammen mit Pflanzenwässern ergeben die Mischungen dann individuelle Masken, Peelings und Reinigungsprodukte.

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Kaltgepresste Öle

Unsere oberste Hautschicht wird durch den Hydrolipid-Mantel geschützt. Mit den richtigen feuchtigkeits- und lipidspendenden Rohstoffen wird diese Hautschutzbarriere gestärkt. Dadurch können weniger schädliche Keime, Bakterien oder Viren eindringen, und die Haut wird reiner, stärker und stabiler. Je mehr ungesättigte Fettsäuren ein pflanzliches Öl enthält, desto schneller regen diese den Hautstoffwechsel an. Damit die wertvollen Bestandteile und Fettbegleitstoffe dieser Öle erhalten bleiben und der Haut nützen, müssen sie unbedingt kaltgepresst und naturrein sein. Pflanzenöle können einzeln oder untereinander vermischt angewendet werden. Besonders wertvoll für die reife Haut sind Pflegeprodukte, die zellaktivierendes Sanddornfruchtfleisch-Öl und gewebestraffendes Wildrosen-Öl enthalten. Aprikosenkern-Öl hingegen regeneriert rissige Haut und Avocado-Öl verfeinert das Hautrelief. Granatapfelsamen-Öl wiederum schützt die Haut aufgrund seiner antioxidativen Wirkung vor freien Radikalen und somit auch gegen vorzeitige Hautalterung.

 

Sanfte Hydrolate

Pflanzenwässer – auch als Duftwässer, Hydrolate, Blütenwässer oder aromatische Wässer bekannt – entstehen bei der Destillation ätherischer Öle. Man weiss, dass sich ihre Inhaltsstoffe von den ätherischen Ölen unterscheiden, da hauptsächlich wasserlösliche Bestandteile und weniger als ein Prozent ätherisches Öl darin enthalten sind. Ihr pH-Wert ist leicht sauer, meist zwischen drei und sechs. So passen sie gut zu einem gesunden pH-Wert der Haut von durchschnittlich 5,5. Für eine schöne Haut ist nach dem Reinigen ein Pflanzen- bzw. Gesichtswasser unerlässlich. Es spendet dem Hautschutzmantel die erste Feuchtigkeit, reinigt und erfrischt. Die wichtigste Funktion aber ist, den Hautschutzmantel im Gleichgewicht zu halten. Immerhin wehrt er negative Mikroorganismen und Umwelteinflüsse ab. Pflanzenwässer stärken den Hautschutzmantel und die Hautflora. Die Wässer werden als Gesichtswasser, Spray, Umschläge und kühle Kompressen in Deos, Masken und als Parfümgrundlage angewendet. Sie können jederzeit auch zwischendurch aufgesprüht werden – selbst über Makeup. Grundsätzlich sollte man dabei Hydrolate in Bioqualitität verwenden. Als wertvolle Zutaten für die Hautpflege gelten auch Ton- und Heilerden. Diese enthalten Mineralien wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Aber auch Kieselsäure und Spurenelemente, wie Fluor, Selen, Kupfer und Zink zählen zu deren Inhaltstoffen. Ton- und Heilerden wirken z. B. antiseptisch und verhindern die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen. Sie nehmen ausserdem Fette auf, reinigen und erfrischen die Haut.

Direkt anzuwenden Sogenannte Frischekosmetik basiert auf frischen Pflanzen. So wird z. B. der Saft der Aloe vera-Pflanze direkt auf die Haut aufgetragen. Es zählen aber auch Produkte dazu, die in kleinen Mengen hergestellt werden und eine kurze Haltbarkeit aufweisen.

Direkt anzuwenden Sogenannte Frischekosmetik basiert auf frischen Pflanzen. So wird z. B. der Saft der Aloe vera-Pflanze direkt auf die Haut aufgetragen. Es zählen aber auch Produkte dazu, die in kleinen Mengen hergestellt werden und eine kurze Haltbarkeit aufweisen.

Definierte Qualität

Das deutsche Lebensmittelrecht gibt die Qualitätskriterien für Ton- und Heilerden vor. Um deren Inhaltsstoffe zu bewahren, dürfen diese weder zu sehr erhitzt noch bestrahlt werden. Falls doch, müssen bestrahlte Produkte entsprechend gekennzeichnet sein, obwohl diese für den Menschen unbedenklich sein sollen. Heilerde hingegen hat eine Arzneimittelzulassung, sie ist auch zur innerlichen Anwendung geeignet. Die unterschiedlich gefärbten Ton- und Heilerden unterscheiden sich jeweils in ihrer Zusammensetzung. Doch egal ob weiss, braun oder grün – sie sind alle gut wirksam und zugleich ein wertvoller Rohstoff für die Pflege reifer Haut.

 

 

 

Autorin

Marianne Nick ist seit mehr als 20 Jahren in der Kosmetikbranche tätig. Heute liegt ihr Schwerpunkt im Bereich Bio- und Naturkosmetik. Darüber hinaus ist sie als Gymnastiklehrerin, medizinisch geprüfte Aromaexpertin, Diplom-Betriebswirtin (FH) und Buchautorin tätig.

Kontakt: marianne.nick@web.de 

 

 

 

Text: Marianne Nick

Fotos: stock.adobe.com (3), Marianne Nick (1)

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